Das Player-Coach-Modell: lokale Führung, gemeinsame Erfahrung
Ein Vorteil der Zugehörigkeit zu einer größeren Unternehmensgruppe ist der Zugang zu mehr Wissen und Erfahrung. Die Herausforderung besteht darin, dieses Wissen unternehmensübergreifend nutzbar zu machen, ohne die Entscheidungsverantwortung denjenigen zu entziehen, die ihr Unternehmen am besten kennen.
Bei Your.Cloud setzen wir dafür unter anderem auf das Player-Coach-Modell.
Diese Unterstützung kann unterschiedliche Formen annehmen: Erfahrungen und bewährte Vorgehensweisen teilen, praktische Lösungsansätze weitergeben, bereits anderswo gemeisterte Herausforderungen vermeiden oder Kontakte zu Experten innerhalb von Your.Cloud herstellen. Ein Player Coach muss nicht auf jede Frage selbst eine Antwort haben. Entscheidend ist auch zu wissen, wo innerhalb der Gruppe die passende Erfahrung vorhanden ist.
Für Nils Vermeulen, General Manager des TICTS-Segments, erfüllt das Modell zwei Aufgaben: Es ermöglicht Your.Cloud, die Unterstützung der Unternehmen mit dem Wachstum der Gruppe auszubauen. Gleichzeitig können erfahrene Managing Directors ihr Wissen an neue Unternehmen und Führungskräfte innerhalb der Gruppe weitergeben.
„Entscheidend ist, dass die Konstellation passt. Entweder stehen die Unternehmen vor ähnlichen Herausforderungen oder der Player Coach hat die Situation, in der sich das andere Unternehmen gerade befindet, bereits selbst erlebt. Genau dann kann man jemanden mit seiner eigenen Erfahrung wirklich unterstützen.“
Nils Vermeulen, General Manager, TICTS

Unternehmer unterstützen Unternehmer
Es gibt keinen festen Themenkatalog, den jeder Player Coach abarbeitet.
Ausgangspunkt sind immer das jeweilige Unternehmen und sein Managing Director. Wo steht das Unternehmen in seiner Entwicklung? Vor welchen Herausforderungen steht es? Und welche Erfahrungen aus anderen Unternehmen der Gruppe könnten weiterhelfen?
Dabei kann es um unternehmerische Fragen, Marktkenntnisse, Finanzen, Führung, organisatorische Veränderungen oder Standardisierung gehen. Vielleicht tritt ein Unternehmen gerade in eine Wachstumsphase ein, die ein Player Coach bereits selbst durchlaufen hat. Ein anderer Managing Director profitiert möglicherweise von Fachwissen, das seine eigenen Stärken sinnvoll ergänzt.
Der Mehrwert liegt nicht in der Position oder dem Titel. Er entsteht dort, wo die passende Erfahrung auf die richtige Herausforderung trifft.
Unterschiedliche Erfahrungen für unterschiedliche Herausforderungen
Robin Nijhof, Managing Director von Westers, bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung im Bereich der medizinischen Primärversorgung mit. Sein Wissen reicht von Partner- und Lieferantennetzwerken über die Zusammenarbeit mit Akteuren im Gesundheitswesen bis hin zu Vertriebsprozessen, Strategie und Produktentwicklung.
„Ich kann meine mehr als 25-jährige Erfahrung im Bereich der medizinischen Primärversorgung weiterhin in meinem eigenen Unternehmen einsetzen und dieses Wissen gleichzeitig mit anderen Unternehmen teilen, die im selben Markt tätig sind.“
Robin Nijhof, Managing Director, Westers Automatisering & Telecom & Player Coach

Tom Verweijen bringt einen anderen Erfahrungshintergrund mit. Verweijen ICT hat bereits zahlreiche Herausforderungen bewältigt, die mit dem Wachstum und der Professionalisierung eines Unternehmens einhergehen. Dazu gehören unter anderem Forecasting, der Aufbau wiederkehrender Umsatzmodelle, die Weiterentwicklung des Backoffice und die Stärkung der Managementstruktur.
Ein Beispiel ist die Einführung von Teamleitern im Zuge des Unternehmenswachstums. Eine zusätzliche Führungsebene aufzubauen und gleichzeitig die Produktivität aufrechtzuerhalten, erfordert Erfahrung. Genau dieses Wissen kann einem anderen Managing Director helfen, eine ähnliche Herausforderung schneller zu meistern.
„Der Wissensaustausch funktioniert in beide Richtungen. Ich kann weitergeben, was wir bei Verweijen ICT gelernt haben, und gleichzeitig sehen, wie ein anderes Unternehmen seine eigenen Herausforderungen angeht.“
Tom Verweijen, Managing Director, Verweijen ICT & Player Coach

Ron van den Broek ergänzt das Modell um eine weitere Perspektive. Bevor er Managing Director wurde, war er in verschiedenen kaufmännischen, vertrieblichen, serviceorientierten und operativen Funktionen tätig. Für ihn ist das Player-Coach-Modell auch eine Möglichkeit, den Wissensaustausch zwischen den Unternehmen zu fördern. Wissen, Erfahrungen und Best Practices sollen nicht auf das Unternehmen beschränkt bleiben, in dem sie entstanden sind, sondern auch anderen zugutekommen.
Eigenständigkeit als Ziel
Ein anderes Unternehmen zu unterstützen bedeutet nicht, die Aufgaben seines Managing Directors zu übernehmen. Ron beschreibt Erfolg vielmehr aus der entgegengesetzten Perspektive:
„Erfolg bedeutet für mich, dass sich ein Unternehmen in Richtung eines gesunden, planbaren Wachstums entwickelt und von einem starken Managing Director eigenständig geführt wird. Am Anfang kann das bedeuten, gemeinsam die Ärmel hochzukrempeln und anzupacken. Langfristig sollte sich die Rolle jedoch immer stärker auf das Coaching konzentrieren.“
Ron van den Broek, Managing Director KNNS & Player Coach

Diese Unterscheidung ist wichtig. Das Player-Coach-Modell soll keine zusätzliche Managementebene schaffen. Vielmehr geht es darum, die bestehenden Führungskräfte in den Unternehmen zu stärken, indem sie leichter auf relevante Erfahrungen und bewährtes Wissen zugreifen können.
Auf Augenhöhe und mit einem gemeinsamen Verständnis
Dieser Austausch zwischen erfahrenen Unternehmern kann auch schon vor dem Beitritt eines Unternehmens zu Your.Cloud wertvoll sein.
Robin hat das in Gesprächen mit Unternehmern aus seiner Branche selbst erlebt. Wenn Gründer über einen Unternehmensverkauf oder eine Partnerschaft nachdenken, geht es nicht nur um den Kaufpreis. Ebenso wichtig können Fragen zur Zukunft des Unternehmens sein: Wer versteht das Geschäft wirklich? Wie wird sich das Unternehmen weiterentwickeln? Und welche Perspektiven ergeben sich für die Mitarbeitenden?
Dank seiner Branchenkenntnisse kann Robin in solchen Gesprächen direkt auf die Besonderheiten der IT im Gesundheitswesen, die eingesetzten Systeme und die spezifischen Herausforderungen des Marktes eingehen. Das schafft sofort eine gemeinsame Gesprächsbasis. Gründer merken, dass ihr Gegenüber ihre Branche und die damit verbundenen Herausforderungen aus eigener Erfahrung kennt.
So entsteht mehr als ein Gespräch zwischen einem potenziellen Käufer und einem Unternehmenseigentümer. Es ist ein Austausch zwischen Menschen, die wissen, was es bedeutet, Unternehmen im selben Markt aufzubauen und erfolgreich zu führen.
Wissen teilen, unternehmerische Verantwortung vor Ort belassen
Keine zwei Unternehmen innerhalb von Your.Cloud sind gleich. Und das sollen sie auch nicht werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Unternehmen jede Herausforderung von Grund auf selbst lösen muss.
Erfahrungen aus der Erschließung neuer Märkte, der Professionalisierung von Managementteams oder der Skalierung eines Unternehmens können auch an anderer Stelle wertvoll sein. Das Player-Coach-Modell macht dieses Wissen zugänglich, ohne die Verantwortung von den Führungskräften zu verlagern, die ihr Unternehmen am besten kennen.
Der Grundgedanke dahinter ist einfach:
Wissen und Erfahrung sollen innerhalb der Gruppe geteilt werden können, während unternehmerische Verantwortung, Führung und Eigenständigkeit vor Ort im Unternehmen bleiben.
Genau das ermöglicht das Player-Coach-Modell.